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Bei Hebevorgängen ist das Drahtseil des Krans die wichtigste Sicherheitsmaßnahme. Es beeinflusst unmittelbar die Sicherheit des Hebevorgangs, die Stabilität der Ausrüstung und die Sicherheit des Personals. Wird es falsch ausgewählt, mangelhaft gewartet oder nicht den Sicherheitsstandards entsprechend verwendet, kann es leicht zu schweren Unfällen wie Seilbruch und herabfallenden Lasten kommen.
Die an Kranen verwendeten Drahtseile müssen der Norm GB/T 20118 entsprechen; bei höheren Anforderungen werden Drahtseile nach der Norm GB/T 8918 verwendet. Im Allgemeinen kommen Drahtseile mit Linienkontakt zum Einsatz, deren Sicherheitsfaktor der Norm GB/T 3811 oder den vertraglichen Bestimmungen entsprechen muss.
Die Auswahl des Drahtseils erfolgt anhand des Seilmodells, der Drahtfestigkeit, des Seildurchmessers, des Kernmaterials, des Oberflächenzustands und der Güteklasse. Das Drahtseil muss rechtzeitig und sachgemäß geschmiert werden; gegebenenfalls kann ein Seilöler eingesetzt werden.

Drahtseile werden häufig in den Hebe-, Ausleger- und Zugmechanismen von Hebezeugen eingesetzt und finden auch Verwendung beim Anschlagen, Verzurren und Spannen.
Je nach Verwendungszweck werden Drahtseile nach ihrer Zähigkeit (zulässige Anzahl von Biegezyklen) in drei Güteklassen eingeteilt: Spezialseile werden für Personenaufzüge verwendet, Seile der Güteklasse I für Kräne und Seile der Güteklasse II für Anschlag-, Spann- und Zugvorgänge.
Um Korrosion zu verhindern, wird die Oberfläche des Drahtseils verzinkt. Verzinkte Seile werden je nach Korrosionsbeständigkeit in drei Klassen – A, B und C – eingeteilt, wobei Klasse A die höchste Korrosionsbeständigkeit aufweist.
Ein Drahtseil entsteht durch das Umwickeln eines Kerns mit Stahldrähten. Die Zugfestigkeit von Drahtseilen für Brückenkrane liegt üblicherweise zwischen 1570 und 1960 N/mm². Um die Trommeln und Seilscheiben von Elektrohebezeugen leichter und kompakter zu gestalten, werden heutzutage Drahtseile mit höherer Festigkeit und kleinerem Durchmesser verwendet. Daher liegt die Zugfestigkeit der in ausländischen Elektrohebezeugen eingesetzten Drahtseile aktuell meist über 2000 N/mm², wodurch diese deutlich leichter und kompakter sind.
Der Kern stützt, stabilisiert und schmiert das Drahtseil und erhöht dessen Flexibilität. Man unterscheidet zwischen Stahlkernen (Stahldrähte oder dünne Drahtseile), organischen Kernen (Hanfkern oder Faserkern) und Asbestkernen; Stahlkernseile werden für hohe Temperaturen oder mehrlagige Wicklungen verwendet.
Es gibt einfach geschlagene und doppelt geschlagene Seile.
Es gibt Langschlagseile, reguläre Schlagseile und alternierende Schlagseile, wie in Abb. 1 dargestellt. Reguläre Schlagseile neigen nicht zum Verdrehen oder Lockern und werden häufig verwendet.

Schlagrichtung der Litzen: Linksschlag s, Rechtsschlag z, wobei die äußeren Drähte entlang der Litzenachse verlaufen; Schlagrichtung des Seils: Linksschlag S, Rechtsschlag Z, wobei die äußeren Litzen entlang der Seilachse verlaufen.
Bei der Bezeichnung von Drahtseilen gibt der erste Buchstabe die Litzenschlagrichtung und der zweite die Seilschlagrichtung an. Das heißt, die dünnen Litzen werden zuerst als S oder Z geschlagen, und das fertige dicke Seil wird schließlich als S oder Z geschlagen. Je nach Schlagrichtung und Schlagart werden Drahtseile in vier Typen unterteilt: linksgängige Standardschlagrichtung SZ, rechtsgängige Standardschlagrichtung ZS, rechtslang geschlagene Standardschlagrichtung ZZ und linkslang geschlagene Standardschlagrichtung SS.
Es gibt Punktkontaktseile, Linienkontaktseile und Flächenkontaktseile, wie in der folgenden Abbildung dargestellt. Linienkontaktseile werden aufgrund ihrer geringen Kontaktspannung zwischen den Drähten, ihrer guten Verschleißfestigkeit und ihrer langen Lebensdauer häufig an Kranen eingesetzt.

Nach ihrer Querschnittsstruktur werden Seile mit Linienkontakt in drei Typen unterteilt: grobes Außenseil (X – Seale-Seil), grob-feines Seil (W – Warrington-Seil) und dichtes Seil (T – Filler-Seil). Abbildung a zeigt das grobe Außenseil, b das grob-feine und c das dichte Seil. Das grob-feine Seil (b), also das Warrington-Seil vom Typ W, wird aufgrund seines hohen Füllfaktors, seiner guten Flexibilität und seiner hohen Tragfähigkeit in Elektrohebezeugen eingesetzt.

Der Hebemechanismus eines Krans sollte vorzugsweise ein doppelt geschlagenes, linienberührendes, grob-fein (W) Drahtseil mit regelmäßiger Schlagweite verwenden.
Um die Zugfestigkeit des Drahtseils zu verbessern und seinen Durchmesser so weit wie möglich zu reduzieren, werden im Ausland derzeit spezielle, nicht genormte Drahtseile eingesetzt. Beispielsweise verwenden die Elektrokettenzüge des Typs AS der deutschen Firma STAHL größtenteils das deutsche, nicht genormte Rundlitzenseil 6×35+7 (Faserkern) von Warrington-Seale, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

Bei einem Seilübersetzungsverhältnis von 1:1, also bei einem Einfallhaken, sollte ein Seil mit geringer Rotation gewählt werden, wie beispielsweise das in Abb. (1) dargestellte 18×7-Seil (Faserkern); bei großer Tragfähigkeit oder großer Hubhöhe (H ≥ 40 m) sollte ein Seil ohne Rotation verwendet werden, wie beispielsweise das in Abb. (2) dargestellte 36×7-Seil (Stahlkern).

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